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Osterhofen. „Warum soll ich aufstehen? Wenn ich im Bett bleibe, verpasse ich doch eh nichts.“ Derlei Gedanken dürften im Lockdown so manchem in Kurzarbeit oder am Wochenende schon mal morgens durch den Kopf gegangen sein. Heute beginnt bereits der vierte

Lockdown-Monat mit Corona-Beschränkungen – da wird auch die Gefahr, in ein Motivationsloch zu fallen, immer größer. Doch wie kommt man da wieder raus? Die PNP hat mit der Osterhofenerin Claudia Rekowski (51) gesprochen, die seit acht Jahren als Motivationscoachin und Heilpraktikerin für Psychotherapie tätig ist.

  • Fokus nicht auf Verbote, sondern auf Dankbarkeit legen: Es fehlt während der Pandemie an vielem: Wegen der Maskenpicht ist das Lächeln der Verkäuferin an der Kasse verdeckt, Konzerte, Restaurantbesuche und andere Unternehmungen für ein gesundes Gemüt sind im Lockdown unmöglich. Da ist viel Negatives, worauf Menschen aktuell ihren Fokus legen – und das brennt sich dann ein. Genau darin liegt laut Rekowski der Fehler: „Wenn ich nur in diesem Mangeldenken bin, dann erfahre ich auch nur diese Mängel. Das ist das Gesetz der Resonanz.“ Stattdessen solle man sich das Schöne vor Augen halten und dankbar sein. „Für ein Zuhause, liebe Menschen, Zeit in der Natur, saubere Luft und vieles mehr“, sagt sie. „Da findet jeder einiges.“ Das sei auch für die innere Motivation wichtig, wenn es – wie aktuell wegen vieler Verbote – nur wenige externe Motivationsfaktoren gebe. Den Blick in die Zukunft richten und die zusätzliche freie Zeit nutzen: „In Krisenzeiten ist es wichtig, sich eine Vision vor Augen zu führen und Ziele in allen Lebensbereichen zu setzen“, sagt die 51-Jährige: zum Beispiel beruich, beim Thema Partnerschaft und was das soziale Umfeld angeht. Wichtig sei es, gedanklich nicht im Hier und Jetzt der Pandemie festzustecken, sondern an die Zukunft zu denken, um sich zu motivieren. „Das ist ein wichtiger Anker in der jetzigen Zeit. Man sollte nicht nur auf heute und morgen schauen, denn morgen haben wir die Krise auch noch. Ich sollte mir überlegen, welche Schritte ich jetzt machen kann, dass ich in einem halben Jahr woanders stehe.“

    Durch Kurzarbeit und reihenweise Verbote sowie Beschränkungen bleibt vielen Menschen mehr freie Zeit als vor der Pandemie. Claudia Rekowski ist der Meinung, dass man diese „Mehrzeit“ als gute Investition in sich selbst nutzen sollte. Doch wie schafft das jemand, der vor der Kurzarbeit ein „Workaholic“ war – für den sich der Alltag durch die Zwangspause plötzlich radikal geändert hat?

    Hier braucht es laut Rekowski einen Perspektivwechsel. Sprich: Nicht hinterfragen, warum man aktuell nicht arbeiten kann – sondern vielmehr, warum man vor Corona so enorm viel gearbeitet hat und deshalb für viele wichtige Dinge wie Familie und Freunde keine Zeit hatte. „Hier kann man eine Zwischenbilanz ziehen und sich fragen: Was ist auf der Strecke geblieben und was würde mir jetzt guttun?“ Es gelte, alte Muster zu durchbrechen und neue Routinen zu nden. Das hänge aber auch davon ab, ob man das viele Arbeiten als „Eustress“ – also positiven Stress – oder „Distress“ – also Burnout-fördernden negativen Stress – empfunden hat.

    Unter anderem in diesen Bereichen kann sich laut Rekowski ein Perspektivwechsel lohnen:

     Körperliche und geistige Gesundheit: „Was kann ich persönlich für mich tun in dieser Zeit, wenn ich sonst ein eher gestresster Mensch bin?“ Laut Rekowski soll man sich Zeit für Dinge nehmen, für die man sonst eben keine Zeit hatte: Yoga, Meditation, Musikhören „oder vielleicht ein lang vernachlässigtes Instrument wieder spielen“. Alles, was einem guttut.

     Persönlichkeitsentwicklung: „Wo möchte ich mich in zehn Jahren sehen, welche Charakterzüge, welche innere Einstellung möchte ich haben?“

    Die 51-Jährige weiß, wovon sie spricht: Claudia Rekowski hatte es in ihrem Leben selbst nicht immer leicht, wie sie sagt. „Bereits in meiner schweren Kindheit musste ich mich häug selbst motivieren, um den nächsten Tag zu erleben.“ Schon mit zwölf Jahren musste sie vieles alleine schaffen, während die Mutter mit ihrem Partner auf Haiti in der Karibik lebte. Ihr Vater schickte ihr lediglich in unregelmäßigen Abständen Geld zu. Claudia weiß aus eigener Erfahrung, wie bedrückend das Gefühl ist, allein zu sein und mit Existenzängsten und Panikstörungen umgehen zu müssen, wie es bei einigen während der schweren Pandemie-Zeit der Fall ist. Wichtig sei es, den Blick stets nach vorne zu richten und sich vor Augen zu halten, dass die Dinge auch wieder anders sein werden.